Außenminister Wadephul macht Ukraine Hoffnung auf Patriot-Raketen

Mitten im Kriegsgebiet hat Außenminister Johann Wadephul der Ukraine weitere Unterstützung in Aussicht gestellt. Bei seiner Reise nach Kiew sicherte der CDU-Politiker humanitäre Hilfen von 50 Millionen Euro zu. Gleichzeitig machte er Hoffnung auf dringend benötigte Mittel für die Luftverteidigung.

Direkt nach seiner Ankunft betonte der Minister den ungebrochenen Rückhalt für das Land. Ungeachtet sinkender Zustimmungswerte in der deutschen Bevölkerung versprach er eine Fortsetzung der Hilfen. „Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen“, erklärte Wadephul.

📌 Fakten zum Flugabwehrraketen-System Patriot Reichweite: Bis zu ca. 68 Kilometer. Zielerfassung: Kann Dutzende Ziele gleichzeitig verfolgen und mehrere davon parallel bekämpfen. Einsatz: Schützt gezielt wichtige Punkte wie Städte oder militärische Anlagen vor Angriffen aus der Luft.

Tödlicher Einschlag während Veteranentreffen

Wie wichtig eine funktionierende Abwehr gegen ballistische Raketen ist, erlebte der deutsche Gast am Samstag hautnah. Während er mit Präsident Wolodymyr Selenskyj an einem Veteranentreffen teilnahm, heulten auf den Handys plötzlich die Sirenen auf. Nur 30 Kilometer entfernt schlugen drei russische Raketen in einen Vorort ein, wobei zwei Menschen starben.

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„Das macht uns noch einmal in erschreckender Weise klar: Wir sind hier in einem Kriegsgebiet“, kommentierte der Außenminister die Ereignisse. Wadephul kündigte an, Bündnispartner zu einer Abgabe von Patriot-Systemen bewegen zu wollen. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius müsse die erschöpften Bestände der Bundeswehr noch einmal prüfen.

Diplomatische Bemühungen und Putins Drohungen

Vor dem Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit am Montag wollte der Außenminister ein klares Zeichen der Solidarität setzen. Hinter den Kulissen arbeiten europäische Verbündete weiterhin eng zusammen, um Verhandlungen anzustoßen. „Wir müssen auf allen Wegen versuchen, Gespräche zu initiieren. Das scheitert derzeit an Moskau“, betonte der Politiker.

Aus Russland meldete sich unterdessen Wladimir Putin über das Staatsfernsehen zu Wort. Der russische Präsident kündigte als Reaktion auf ukrainische Drohnenangriffe gegen Ölraffinerien eine harte Vergeltung an. Kiew habe die Büchse der Pandora geöffnet. „Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen“, drohte Putin, der den Krieg vor viereinhalb Jahren begonnen hatte.