Mega-Deal für Merz! Scheichs wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland ausgeben

Bundeskanzler Friedrich Merz kann einen außen- und wirtschaftspolitischen Erfolg verbuchen: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen nach Angaben der Bundesregierung insgesamt 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Im Mittelpunkt stehen Zukunftstechnologien, Energie und digitale Infrastruktur.

Der Zeitpunkt ist für die Bundesregierung besonders interessant. Deutschland sucht dringend neue Investitionen und will seinen Wirtschaftsstandort stärken. Gleichzeitig bauen Berlin und Abu Dhabi ihre strategische Partnerschaft aus.

📌 Der Deal mit den Emiraten 40 Milliarden Euro: So groß ist das angekündigte Investitionspaket der Vereinigten Arabischen Emirate für Deutschland. Mehr als 9,3 Milliarden Euro: 29 Vereinbarungen und Absichtserklärungen zwischen Unternehmen beider Länder haben diesen zusätzlichen Gesamtwert. Rund ein Gigawatt: Diese Kapazität sollen geplante neue Rechenzentren erreichen. 29 Abkommen: So viele Vereinbarungen zwischen deutschen und emiratischen Unternehmen wurden beim Staatsbesuch bekannt gegeben. Erster Staatsbesuch: Scheich Mohammed bin Zayed absolvierte den ersten Staatsbesuch eines Präsidenten der VAE in Deutschland.

Was steckt hinter dem Mega-Deal?

Bundeskanzler Merz empfing den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, am 10. September in Berlin. Der Staatsbesuch war der erste eines Präsidenten der Emirate in Deutschland.

Wie die Tagesschau berichtet, umfasst die Zusammenarbeit Rechenzentren, Informationssysteme sowie Kooperationen in Energie, Klima, Sicherheit und Verteidigung. Auch im Transportbereich gibt es eine Vereinbarung: Die Fluggesellschaft Emirates soll künftig eine weitere deutsche Stadt anfliegen dürfen.

Für Merz sind die Emirate ein wichtiger Partner. Bereits im Februar hatte der Kanzler den Präsidenten der VAE bei einem Besuch in der Golfregion getroffen. Nun soll die Zusammenarbeit auf eine breitere wirtschaftliche Grundlage gestellt werden. Die Bundesregierung bezeichnet die Emirate selbst als wichtigsten Handelspartner Deutschlands am Golf.

Auch deutsche Unternehmen profitieren

Von den Vereinbarungen sollen nicht nur die Emirate profitieren. Deutsche Unternehmen erhalten zusätzliche Möglichkeiten für Kooperationen und neue Geschäfte. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Energie, Technologie und Verteidigung.

Besondere Bedeutung haben die geplanten Investitionen in digitale Infrastruktur. Die Emirate wollen moderne Rechenzentren in Deutschland errichten. Ihre geplante Kapazität soll rund ein Gigawatt erreichen.

Warum die Emirate Deutschland brauchen

Auch Abu Dhabi verfolgt mit den Investitionen eigene strategische Interessen. Der Golfstaat versucht seit Jahren, seine Wirtschaft breiter aufzustellen und seine internationale Rolle auszubauen. Technologie, Energie und Infrastruktur gehören dabei zu den wichtigen Zukunftsfeldern.

Deutschland wiederum verfügt über eine starke industrielle Basis und technologisches Know-how. Die Zusammenarbeit verbindet deshalb Kapital aus den Emiraten mit deutschen Unternehmen und Technologien. Zusätzlich sollen weitere Unternehmenspartnerschaften entstehen. Bereits bestehende emiratische Investitionen in Deutschland sollen weiter ausgebaut werden.

Für Merz kommt das milliardenschwere Paket zur richtigen Zeit. Deutschland braucht Investitionen, neue Technologie und verlässliche internationale Wirtschaftspartner. Die Emirate wiederum suchen Zugang zu europäischen Märkten und technologischem Know-how.

Es gibt auch Kritik

Der Staatsbesuch verlief nicht ohne politische Proteste. Kritiker werfen den Emiraten vor, im Sudan die paramilitärische RSF zu unterstützen. Die Gruppe kämpft seit Jahren gegen die sudanesische Armee und wird für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht.

Die Bundesregierung erklärt, die Lage im Sudan sei beim Treffen von Merz und bin Zayed angesprochen worden. Beide Seiten hätten Angriffe auf Zivilisten verurteilt und alle Konfliktparteien zu einem Ende der militärischen Operationen aufgefordert.