Keine Beweise zur Täterschaft Putins: Wadephul rückt nicht mehr raus – hier ist seine Begründung

Obwohl der versuchte Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle schon einige Wochen zurückliegt, reißen die Diskussionen nicht ab. Die Bundesregierung machte Russland und Putin für den Angriff verantwortlich. Klar ist: Russland setzt Deutschland oft durch hybride Angriffe, wie beispieslweise Cyberattacken, unter Druck.

Im aktuellen Fall weisen Russland und Putin jedoch alle Vorwürfe von sich und fordert Beweise. Doch genau die will Außenminister Johann Wadephul nicht öffenlich machen. Nun äußert er sich im Podcast „RONZHEIMER.“ dazu.

📌 Russland und Angriffe auf Deutschland Hybride Bedrohung: Deutschland wirft Russland unter anderem Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und Desinformation vor. Die Gefahr wächst. Deutsche Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren vor Einfluss- und Spionageaktivitäten. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland deutlich verschlechtert.

Putin: Wadephul reagiert auf russische Angriffe und Verunsicherungen

Im Gespräch mit „Bild“-Vize-Chef Paul Ronzheimer erklärt Johann Wadephul nun seine Beweggründe. Der CDU-Politiker sagt: „Wir müssen uns schützen, weil jede Information, die wir rausgeben, auch Schlüsse darüber gibt, wie wir arbeiten und was wir wissen.“

Weitere Details könnte Deutschland seiner Meinung nach sogar „angreifbarer in der Zukunft“ machen. Wadephul stellt außerdem den Schutz der Sicherheitsbehörden in den Mittelpunkt. Hier müsse man „noch etwas mehr schützen als in der Vergangenheit“, erklärt er.

Außerdem betont der Außenminister: „Wir gehen nach Recht und Gesetz vor und auch unsere Nachrichtendienste werden vom Parlament kontrolliert.“ Ob Russland und Putin hinter dem aktuellen Drohnenangriff stecken, ist weiterhin ungewiss. Die polizeilichen Ermittlungen laufen noch.

„Wir erkennen bei Russland ein Muster, Deutschland verunsichern zu wollen“

Doch Wadephul ist sich bewusst, welche Gefahren von Russland und Putin ausgehen. „Wir erkennen ja bei Russland ein Muster, Deutschland verunsichern zu wollen“, sagt der CDU-Politiker und verwies auf „Russia Today“, Bots und Angriffe im Cyberraum.

Trotz der angespannten Lage schließt Wadephul Gespräche mit Russland und Putin nicht aus. Und sein Ziel formuliert er ebenfalls klar und deutlich: „Deutschland möchte diesen Konflikt beenden.“ Die Voraussetzung dafür: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine müsse endlich beendet werden.