Plakat-Zoff vor Berlin-Wahl! Zwischen CDU und Grünen fliegen die Fetzen

Am Ende gewesen sein, will es keiner – und beide Seiten schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Bei einem Plakat-Zoff fliegen kurz vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin die Fetzen. Im Ring: Jakob Zimmer (Grüne) auf der einen Seite. Und Peer Mock (CDU) auf der anderen.

Beide werfen sich gegenseitig schwere Vorwürfe an den Kopf. Zimmer vermutet, dass seine Wahlplakate von denen der CDU überhangen worden sind. Die CDU vermutet, dass sich die Grünen hier „vorsätzlich zum Opfer“ stilisieren.

Schwere Vorwürfe vor Berlin-Wahl

Ein solcher Plakat-Zoff ist vor Wahlen alles andere als unüblich. Immer wieder ärgern sich Parteien darüber, dass ihre Wahlplakate überklebt, bekritzelt oder einfach abgehangen werden. Der Fall aus einem Wahlkreis in Charlottenburg-Wilmersdorf kocht in sozialen Medien aber kurz vor der Berlin-Wahl ziemlich hoch. Los ging es mit einem Instagram-Beitrag von Zimmer am Mittwoch (16. September).

„So, liebe CDU, könnt ihr mir bitte das mal erklären?“, sagt er dort in die Handy-Kamera. Anschließend zeigt er eines seiner Wahlplakate, das offensichtlich von zwei Plakaten der CDU komplett zugehangen wurde. „Und Leute, das ist auch nicht verrutscht, oder so. Das haben die wirklich vor ein paar Tagen hier rangemacht“, betont der Grünen-Politiker.„Kabelbinder oben und unten festgezogen. Das heißt, sie haben es wirklich komplett mutwillig darüber gemacht und mich damit verdeckt“, so Zimmer.

CDU verteidigt sich

Aus seiner Sicht muss hinter der Aktion eindeutig die CDU stecken. Beweise dafür kann er in seinem Beitrag allerdings nicht anführen. In der Kommentarspalte verteidigt sich sein CDU-Mitbewerber im Wahlkreis, Peer Mock, jedenfalls. „Lieber Jakob! Ein Anruf hätte auch gereicht! Wir waren das nicht!“, schreibt er. Nach eigenen Angaben will er den Umstand korrigiert haben. Etwas später äußerte er sich aber auch in einem eigenen Reel zu dem Vorfall – und schmeißt einen ganz eigenen Vorwurf in den Raum.

„Lieber Jakob, das haben wir doch beide nicht nötig“, sagt er darin. „Du hast es nicht nötig, dich hier zum Opfer zu stilisieren und wir haben es auch nicht nötig, uns mit unseren Plakaten über deine zu hängen.“

Aus seiner Sicht sei die Politiker der Union im Berlin-Wahlkampf „die größten Opfer“. Er zählt Beispiele auf, in denen die Plakate beschmiert, geklaut oder – in seinem Fall – mit Hitlerbärtchen versehen worden seien. „Diesmal hat es dich getroffen, wir werden es selbstverständlich korrigieren.“