Die Rente klingt weit weg, betrifft dich aber schon heute. Dein aktueller Lebensstil wirkt sich über Rentenpunkte direkt auf deine spätere Rente aus.
Besonders hart trifft es Mütter. Ihre Rente fällt im Schnitt 25 Prozent niedriger aus als die von kinderlosen Frauen – selbst mit Rentenpunkten fürs Kinderkriegen. Experten nennen dieses Phänomen „Motherhood-Penalty-Gap“.
📌 Fakten zur Rente Der Generationenvertrag (Umlageverfahren): Die gesetzliche Rente basiert auf einem Umlagesystem. Das bedeutet, dass die heutigen Beitragszahler (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) mit ihren monatlichen Beiträgen direkt die aktuellen Rentner finanzieren. Es wird kein Geld für die eigene Zukunft angespart. Das Rentenniveau (Haltelinie bei 48 %): Das Rentenniveau beschreibt das Verhältnis zwischen der Rente eines „Standardrentners“ (45 Jahre Einzahlung mit Durchschnittsverdienst) und dem aktuellen Durchschnittslohn. Mit dem Rentenpaket II wurde dieses Rentenniveau gesetzlich bis zum Jahr 2031 bei mindestens 48 Prozent festgeschrieben. Steigendes Rentenalter: Das gesetzliche Renteneintrittsalter für die reguläre Altersrente steigt schrittweise auf 67 Jahre. Für Personen, die beispielsweise 1960 geboren wurden, liegt die Grenze bei 66 Jahren und 4 Monaten. Wer früher in den Ruhestand möchte, muss (je nach Beitragsjahren) oft finanzielle Abschläge in Kauf nehmen. Renten sind steuerpflichtig: Die gesetzliche Rente ist kein steuerfreies Einkommen. Der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt durch die Umstellung auf die sogenannte „nachgelagerte Besteuerung“ von Jahr zu Jahr an. Wer in den Ruhestand geht, muss den zu diesem Zeitpunkt gültigen Besteuerungsanteil auf seine Rentenbezüge anwenden.
Rente: Jedes Kind kostet mehr
Die Kluft variiert je nach Kinderzahl deutlich. Bei einem Kind liegt sie bei 19 Prozent. Mit drei oder mehr Kindern wächst die Lücke sogar auf 28 Prozent an.
Noch eine Falle lauert im Job selbst: die Teilzeitfalle. Frauen erhalten im Schnitt über 400 Euro weniger gesetzliche Rente als Männer, bestätigt die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Grund dafür sind häufigere Teilzeitjobs, geringere Gehälter und Erwerbsunterbrechungen wegen Kindern oder Pflege.
Die große Renten-Lücke zwischen den Geschlechtern
Insgesamt beträgt der Gender-Pension-Gap sogar rund 30 Prozent. Ohne Witwenrente wächst der Unterschied auf bis zu 40 Prozent an.
Wusstest du, dass sich Rentenpunkte fast wie Aktien oder ETFs kaufen lassen? Ab 50 Jahren kannst du freiwillige Sonderzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. So sicherst du dir zusätzliche Rentenpunkte für später.
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung
Blick auf Rentenpunkte lohnt
Für sicherheitsbewusste Anleger lohnt sich der Blick auf Rentenpunkte besonders. Sie funktionieren wie ein Investment mit eingebautem Sicherheitsnetz. Die Rentengarantie sorgt dafür, dass der Wert niemals sinkt.
Ausgezahlt wird das Geld später monatlich und lebenslang. Fast jedes Jahr klettert die Rente sogar weiter nach oben. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Renten in den alten Bundesländern im Schnitt um 1,67 Prozent jährlich.
Wie Merz künftig die Rente noch sichern will, liest du hier nach.
