Umfrage-Katastrophe für Merz: Jetzt ist passiert, was die Union immer befürchtete

Neue Umfrage, neues Debakel für CDU/CSU und Merz – und das aus gleich zwei Gründen. Das Institut INSA hat für die „Bild“ neue Zahlen zur politischen Stimmungslage im Land erhoben. Für die Union und die politische Mitte sind die neuen Umfrageergebnisse mehr als besorgniserregend.

Vor allem in Friedrich Merz und seine Regierung haben immer weniger Menschen Vertrauen. Es gibt immer neue Umfrage-Tiefpunkte für den Kanzler und die Union.

📌 Weitere aktuelle Umfragen Laut Infratest dimap (ARD) liegt die AfD bei 27 Prozent, die CDU/CSU bei 20 Prozent. Forsa (RTL, ntv) sah die AfD zuletzt bei 26 Prozent, die Union bei 19 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) kam zuletzt auf 28 Prozent für die AfD sowie 21 Prozent für CDU/CSU.

AfD erreicht 30 Prozent, Absturz von CDU/CSU geht weiter

Laut den INSA-Zahlen hat die AfD erstmals die Marke von 30 Prozent erreicht – ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Noch nie hatte die selbsternannte Alternative für Deutschland in einer bundesweiten INSA-Umfrage so viel Zustimmung und die 30 Prozent sind Realität geworden.

Die CDU dagegen ist auf 18 Prozent gefallen – ebenfalls ein Rekord, wenn auch als Tiefpunkt (-1 Prozentpunkt). Die AfD liegt damit laut dieser Erhebung 12 Prozentpunkte vor der Kanzler-Union.

Auch die übrigen Parteien der politischen Mitte haben ernüchternde Umfragewerte. SPD und Grüne liegen beide bei 14 Prozent, wobei die Grünen einen Prozentpunkt verloren haben. Schwarz-Rot hätte zusammen nur noch 32 Prozent. Als Kenia-Koalition mit den Grünen hätte das Bündnis 46 Prozent und somit aktuell eine knappe parlamentarische Mehrheit.

Kanzlerrennen 2029 plötzlich völlig offen

Paradoxer Nebeneffekt: Da CDU/CSU jetzt nur noch vier Prozentpunkte vor SPD und Grünen liegen, wäre das Kanzlerrennen 2029 völlig offen. Auch die Sozialdemokraten und die Grünen hätten dann in einem Dreierbündnis der Mitte eine Chance, den Regierungschef zu stellen, wenn man im Wahlkampf auf die richtige Person setzt und die Union, die nur noch einen Mini-Vorsprung hat, noch einholt.

Die Linke liegt bei INSA bei 10 Prozent. Das BSW erreicht 4 Prozent (+1), ebenso wie die FDP – beide Parteien wären somit nicht im Parlament.

Der Kanzler ist völllig unten durch im Wahlvolk! 79 Prozent sind unzufrieden mit seiner Arbeit (+2), ebenso miserabel wird seine Regierung bewertet. Wie soll ihm da noch eine Trendwende gelingen?