Aldi seit fünf Jahren Schlusslicht – auch Lidl und Netto kassieren jetzt die rote Karte

Aldi gehört seit Jahren zu den führenden Discountern in Deutschland. Das Unternehmen schreibt sich dabei, wie im Übrigen auch die Konkurrenz, vor allem ein Ziel auf die Fahne: Nachhaltigkeit.

Ob das allerdings so gut klappt? Ein Bericht der Deutschen Umwelthilfe zeigt nun: Mitnichten! Seit fünf Jahren ist Aldi nun bereits Schlusslicht – und es wird sogar immer schlimmer.

📌 Interessantes über Aldi Der Name ist ein Kürzel: „Aldi“ steht für ALbrecht Discount – benannt nach den Gründerbrüdern Theo und Karl Albrecht. Die beiden übernahmen 1913 den Lebensmittelladen ihrer Mutter und entwickelten daraus die Idee des modernen Discounters. Die legendäre Spaltung: 1961 trennten sich die Brüder und teilten das Unternehmen auf. Theo übernahm den Norden, Karl den Süden. Zu diesem Zeitpunkt betrieben sie bereits rund 200 Filialen mit einem Bruttoumsatz von 90 Millionen Mark. Ein echter Weltkonzern: Aldi beschäftigt weltweit über 200.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 53 Milliarden Euro. Allein in Deutschland gibt es knapp 4.300 Filialen, weitere 3.700 Standorte verteilen sich auf 14 weitere Länder. Klimaschutz als Strategie: Aldi Süd bezeichnet sich als den ersten klimaneutral handelnden Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands. Über 1.300 Filialen sind bereits mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Mehr Pflanzliches als Tierisches: Laut dem Aldi-Süd-Ernährungsreport 2024 führt der Discounter inzwischen mehr pflanzenbasierte als tierbasierte Produkte im Sortiment – ein bemerkenswerter Wandel für eine traditionell günstige Handelskette.

Verpackungsmüll wird teilweise mehr – auch bei Aldi

Die Deutsche Umwelthilfe hat herausgefunden: Vor allem die Discounter dieses Landes lassen in Sachen Lebensmittelverpackungen zu wünschen übrig. Während die untersuchten Biosupermärkte in dieser Kategorie glänzen können und überwiegend auf Mehrweg sowie wenig verpackte Lebensmittel setzen, sieht das bei Aldi und Co. ganz anders aus. Hier wird teilweise sogar noch mehr verpacktes Essen angeboten als noch vor fünf Jahren.

Besonders peinlich wird es laut dem Bericht für Aldi Nord und Aldi Süd. Seit Beginn des Verpackungschecks bilden die beiden Discounter das Schlusslicht des Rankings. Wirklich besser sieht es bei der Konkurrenz allerdings auch nicht aus. So bekommen Lidl, Penny, Norma und Netto allesamt von der Deutschen Umwelthilfe die Rote Karte. Ein Armutszeugnis, wenn man mal bedenkt, dass nahezu alle Discounter immer wieder Nachhaltigkeit als wichtiges Ziel propagieren. Klappt ja super.

Kritik an fast alle Ketten

Etwas besser sieht es dagegen bei der teureren Konkurrenz aus. Sowohl Edeka als auch Rewe und Kaufland erhalten in dem Bericht die gelbe Karte. Letztere Kette hat in diesem Jahr einen Sprung nach oben gemacht, weil sie laut der Deutschen Umwelthilfe vermehrt auf Mehrwegangebote setzt. Immerhin. Wirklich positiv fällt die Bilanz allerdings bei keiner der genannten Läden aus – sowohl bei den Discountern, als auch bei den Supermärkten.

Ein großer Unterschied zwischen Discounter und Supermärkten: Die Stille in den Geschäften. Nun ist klar, warum in den Aldis der Republik keinerlei Musik zu hören ist.