Im strömenden Regen von Singapur hat Max Verstappen das letzte Sprintrennen der Formel-1-Saison gewonnen. Wegen heftiger Schauer begann das Spektakel mit über 30 Minuten Verspätung.
Lewis Hamilton raste auf den zweiten Platz, den dritten Rang belegte Charles Leclerc. Kimi Antonelli baute als Vierter im Mercedes seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 89 Punkte aus. Der aktuell einzige deutsche Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg staubte im Audi als Siebter zwei Zähler ab.
📌 Fakten zum Singapur-GP Premiere mit Flutlicht: 2008 war das erste Nachtrennen der F1-Geschichte. Gefahren wird unter Flutlicht auf dem Marina Bay Street Circuit. Körperlich extrem hart: Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 30 °C machen das Rennen zu einem der anstrengendsten im Kalender. Die Fahrer verlieren dabei oft mehrere Kilo Körpergewicht. Safety Car fast sicher: Auf dem engen Stadtkurs mit Mauern und 19 Kurven gab es in fast jedem Rennen mindestens eine Safety-Car-Phase. Skandal 2008: Beim „Crashgate“ ließ Renault-Pilot Nelson Piquet Jr. absichtlich einen Unfall bauen, damit Teamkollege Fernando Alonso vom Safety Car profitiert. Alonso gewann, der Skandal kam erst 2009 heraus.
Formel 1: Bitterer Rückschlag für den WM-Zweiten
Nach zwei Formationsrunden hinter dem Safety Car legte George Russell beim stehenden Start einen Blitzstart hin. Noch vor der ersten Kurve schnappte der Engländer Verstappen die Führung weg. Doch in der zweiten Runde folgte der Schock. Ausgangs der letzten Kurve verlor er auf nassem Asphalt die Kontrolle.
Quer über die Strecke rutschend, demolierte sich der Pechvogel das Heck. „Sorry, sorry, sorry“, funkte er an die Box. Wenig später erklärte der enttäuschte Fahrer seinen fatalen Fehler. „Es war ein Fehlurteil von mir. Ich hatte mehr Power von der Batterie als ich dachte. Es tut mir sehr leid für das Team, es ist ärgerlich.“ Schon in Malaysia war er kurz vor Schluss mit Motorschaden ausgeschieden. Am Sonntag (11. Oktober) muss er wegen eines illegalen Wechsels der Power Unit von ganz hinten starten.
McLaren schießen sich ab
Auch Verstappens Teamkollege Isack Hadjar musste sein Rennen vermutlich wegen eines Defekts an der Power Unit beenden. Weil der Red-Bull-Pilot zu weit in die Notausfahrt gefahren war, hielten ihn Streckenposten wild gestikulierend auf.
Auf der letzten Runde kollidierten dann auch noch die McLaren-Fahrer Lando Norris und Oscar Piastri. Während Piastri komplett ausschied, rettete Norris immerhin noch einen Punkt. Ein wildes Ende eines noch wilderen Sprintrennens in Singapur.
