Wehrpflicht für Rollstuhlfahrer: Comedian Bernhard Hoëcker meint es ernst

Braucht Deutschland wieder eine Wehrpflicht? Seit langer Zeit wird darüber gestritten. Dabei läuft es für die Bundeswehr personell aktuell überraschend gut. So hat die Truppe ihr Personalziel für 2026 mit knapp 192.000 Soldaten bereits erreicht.

Doch Comedian Bernhard Hoëcker geht die Debatte offenbar nicht weit genug. Im Podcast „Zwischen den Zeilen“ von Bettina Böttinger schildert er seine Ansicht ganz offen.

📌 Diese europäischen Staaten haben Wehrdienst-Reformen eingeleitet: Kroatien hat die abgeschaffte Wehrpflicht mit einer zweimonatigen Grundausbildung für Männer ab 18 Jahren im Januar 2026 wieder eingeführt. Schweden hat die Wehrpflicht im Jahr 2017 für Männer und Freuen wieder eingeführt. Lettland hat die Wehrpflicht 2023/24 wiederbelebt. Dänemark verlängerte die Dienstdauer seit dem 1. Juli 2025/26. Außerdem wurde die Wehrpflicht auch für Frauen eingeführt. Als erstes NATO-Land hatte Norwegen die allgemeine Wehrpflicht im Jahr 2015 auf Männer und Frauen ausgeweitet.

Wehrpflicht: Bernhard Hoëcker möchte alle einbeziehen

Seit 2026 gilt der neue Wehrdienst. Es muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, der Dienst selbst bleibt freiwillig. Eine allgemeine Wehrpflicht ist vorerst nicht geplant. Bernhard Hoëcker plädiert aber dafür. Er spricht sich für eine Ausweitung aus.

So sagt er: „Heute bin ich ja fast dafür, dass man auch eine Wehrpflicht einführt für Ältere. Nur weil ich jetzt keine 60 Kilo mehr tragen kann wie die jungen Hüpfer, bin ich ja immer noch in der Lage, Autos zu fahren. Also, warum soll ich das als Älterer nicht machen?“

Es gehe darum, „die Wehrhaftigkeit allgemein zu erhalten“. „Männer und Frauen gleich. Da gibt es überhaupt keinen Unterschied“, fordert Hoëcker. Danach geht der Comedian noch einen Schritt weiter.

„Wir sind alle betroffen.“

„Warum soll auch, sage ich mal, ein Rollstuhlfahrer nicht in der Etappe hinten im Büro sitzen und Dinge machen, die dann jemand, der laufen kann, nicht macht“, fügt Hoëcker entschlossen hinzu.

Für den 56-Jährigen zählt vor allem, dass alle Aufgaben übernommen werden. Seine Botschaft ist eindeutig: „Wir sind alle betroffen“, sagt der Comedian deutlich.

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