Nächster Zwischenfall am Flughafen Leipzig – Putins Mega-Frachter sind ganz in der Nähe

Am Sonntagmorgen (18. Oktober) meldete ein Polizeisprecher einen weiteren Einsatz am Flughafen Leipzig/Halle. In der Nacht zuvor löste ein Schaden an der äußeren Begrenzung des Geländes einen größeren Einsatz der Beamten aus. Womöglich durchbrach ein Auto den Zaun von außen.

Besonders interessant ist dabei die genaue Lage der beschädigten Stelle. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den dort abgestellten russischen Antonow-Frachtflugzeugen. Umgehend durchsuchten die Einsatzkräfte das Areal nach möglichen Eindringlingen. Bislang entdeckten die Polizisten jedoch keine unberechtigten Personen auf dem Sicherheitsgelände.

📌 Antonow AN-124 Die Antonow An-124 ist eines der größten in Serie gebauten Frachtflugzeuge der Welt. Sie wurde in den 1980er-Jahren vom sowjetischen Konstruktionsbüro Antonov entworfen. Bis heute dient sie als strategisches Transportflugzeug für besonders schwere und sperrige Frachten. Auf dem Nordteil des Geländes vom Flughafen Leipzig / Halle stehen seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 drei russische Antonow An-124 der Fluggesellschaft „Volga-Dnepr“.

Flugbetrieb auf der Nordseite ruht

Wegen des Vorfalls zogen die Verantwortlichen sofort Konsequenzen für den Luftverkehr. Sie sperrten die Nordpiste komplett und stellten den Flugbetrieb auf dieser Seite ein. Derzeit ermitteln die Behörden die genauen Hintergründe des nächtlichen Zwischenfalls. Dabei laufen die Untersuchungen laut Polizei in „alle Richtungen“.

Laut Informationen der „Bild“ sei das Loch am Sicherheitszaun in der Nacht zu Sonntag um etwa 23 Uhr entdeckt worden. Logistikflugzeuge – etwa von Amazon – mussten am Sonntagmorgen für Starts und Landungen auf die Südpiste ausweichen.

Die russischen Antonows stecken seit 2022 in Leipzig/Halle fest. Nach dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine dürfen sie wegen EU-Sanktionen nicht mehr abheben.