Das Schnäppchenfieber steigt, und die KI fährt mit. Laut YouGov wollen 31 Prozent der Deutschen bei den Rabattaktionen zuschlagen. Bei Gen Z und Millennials sind es 47 Prozent, bei Gen X und Baby Boomern nur 20 Prozent.
Schon 42 Prozent der interessierten Shopper haben KI beim Einkaufen genutzt. Zum Black Friday wollen es 51 Prozent tun. Vor einem Jahr waren es erst 23 Prozent.
📌 Das steckt hinter YouGov Gründung: YouGov wurde im Jahr 2000 in London gegründet. Zu den Gründern gehören Stephan Shakespeare und Nadhim Zahawi, der später britischer Politiker wurde. Online-Panels: Das Unternehmen setzt auf Online-Umfragen. Dafür betreibt es große Panels mit Millionen registrierter Teilnehmer weltweit. Das ermöglicht schnelle und vergleichsweise kostengünstige Befragungen. Wahlprognosen: YouGov wurde auch durch Wahlumfragen bekannt. Dazu gehört das Modell „MRP“ (Multilevel Regression and Poststratification). Es sagte zum Beispiel das knappe Ergebnis der britischen Unterhauswahl 2017 recht treffend voraus.
Black Friday: KI soll Lockangebote entlarven
Viele zweifeln, ob ein Rabatt echt ist: 39 Prozent geht es so. 36 Prozent finden den besten Deal nicht. Zwei Drittel (66 Prozent) trauen KI die Suche zu. Bewertungen und Communitys kommen nur auf 63 Prozent.
Die Nase vorn hat ChatGPT mit 56 Prozent, dahinter folgt Google Gemini mit 41 Prozent. Meta AI (19), Microsoft Copilot (12) und Claude (11) landen abgeschlagen.
Black Friday: Beim Bezahlen bleibt der Mensch am Drücker
Beim Kauf selbst hört der Spaß auf. Nur 10 Prozent lassen KI nach Freigabe bestellen, 9 Prozent den Warenkorb füllen, 8 Prozent alles automatisch erledigen. Bei Gen Z und Millennials sind es 12 Prozent, bei Gen X und Boomern 3 Prozent.
In den Black Weeks 2025 gaben die Deutschen online 51 Prozent mehr aus als sonst. Die Konsumausgaben legten um 26 Prozent zu, die Nonfood-Einkaufstouren um 24 Prozent.
Philipp Schneider, Head of Marketing DACH bei YouGov, sieht darin eine Chance für Händler:
„Für Marken und Händler ergibt sich daraus eine klare Chance: Nicht die vollständige Automatisierung des Einkaufs steht derzeit im Fokus, sondern die Sichtbarkeit dort, wo Verbraucher bereits heute KI zur Orientierung nutzen. Wer in KI-gestützten Such-, Vergleichs- und Empfehlungssystemen präsent ist, kann Kaufentscheidungen schon heute maßgeblich beeinflussen.“
Senior Consultant Christian Koch ergänzt: „Black Friday und Cyber Monday sind längst mehr als einzelne Aktionstage. Unsere Shopper-Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Ausgaben während der gesamten Black Week.“
Und weiter: „Gleichzeitig entwickelt sich KI für viele Verbraucher zum persönlichen Einkaufsassistenten, der hilft, Angebote zu vergleichen, Preise einzuordnen und die passenden Deals zu finden. Für Marken und Händler eröffnet das neue Chancen, Konsumenten während ihrer Kaufentscheidung gezielt zu erreichen.“
Der Black Friday bringt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten viele Menschen in die Geschäft – das war im vergangenen Jahr die Bilanz der Händler.
