Abseits der belebten Küstenabschnitte machte eine Spaziergängerin am Sonntag (16. August) eine unheimliche Entdeckung. Im Sand der italienischen Gemeinde Marina di Chieuti stieß die Frau auf eine Urne mit menschlicher Asche.
Nach ersten Erkenntnissen der Behörden gehören die sterblichen Überreste zu einem 80 Jahre alten Italiener. Dieser Mann verbrachte offensichtlich einen längeren Zeitraum seines Lebens in Deutschland. Ein Hinweis auf dem Gefäß belegt zudem die Einäscherung in einem deutschen Krematorium.
📌 Marina di Chieuti Lage: Marina di Chieuti ist eine Fraktion (Ortsteil) der Gemeinde Chieuti in der Provinz Foggia, Region Apulien, und liegt direkt an der Adriaküste – am nördlichsten Punkt Apuliens. Strand und Charakter: Der Ort besitzt einen langen, hellen und feinen Sandstrand, der sich über mehrere Kilometer zwischen der Mündung des Flusses Saccione im Westen und Marina di Serracapriola im Osten erstreckt. Während im Bereich des Ortskerns Badebetriebe angesiedelt sind, bleibt der übrige Teil des Strandes naturbelassen und wild. Saisonaler Charakter: Als kleiner Badeort erwacht Marina di Chieuti vor allem in den Sommermonaten zum Leben, wenn zahlreiche Badegäste die Gegend besuchen; außerhalb der Saison geht es dort deutlich ruhiger zu als etwa in bekannteren Badeorten wie Rimini.
Rätsel um die Herkunft des Gefäßes
Unmittelbar nach dem Fund suchte die Urlauberin eine rund 400 Meter entfernte Strandbar auf, um den Vorfall zu melden. Daraufhin schalteten sich sofort die lokalen Verantwortlichen ein. „Der Betreiber der Strandbar hat mich sofort kontaktiert, und ich meinerseits habe die Carabinieri alarmiert“, sagte Bürgermeister Diego Iacono der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.
Inzwischen haben Einsatzkräfte der Polizei das Objekt beschlagnahmt. Jetzt versuchen die Ermittler den genauen Weg der Asche an den Strand zu rekonstruieren. Genaue Angaben zum Ort der Einäscherung in Deutschland machte der Bürgermeister bisher nicht.
Zwei mögliche Szenarien für den Fundort
Aktuell prüfen die Beamten im Wesentlichen zwei unterschiedliche Abläufe. Möglicherweise trieb die Strömung das Gefäß nach einer Seebestattung in der Adria an das Ufer. Alternativ könnte jemand die Asche absichtlich und illegal im Sand zurückgelassen haben. Laut Iacono behandeln die Behörden den Fall ähnlich wie das Anschwemmen einer Leiche.
Ganz im Norden der Region Apulien liegt die betroffene Gemeinde Marina di Chieuti. Im Gegensatz zu bekannten Badeorten wie Rimini geht es an diesem Abschnitt der Adriaküste normalerweise verhältnismäßig ruhig zu.
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