Auf dem Rückflug aus der Türkei kam es bei Donald Trump zu einem ungewöhnlichen Vorfall. Der Präsident saß gar nicht im Regierungsflieger, obwohl Kameras das vortäuschten. Der US-Präsident hat nach eigenen Angaben lediglich die Anweisungen seiner Personenschützer befolgt. Für die Sicherheit des Republikaners ist unter anderem der Secret Service verantwortlich.
Gegenüber Reportern erklärte Trump, dass er sich strikt nach den Vorgaben der Sicherheitskräfte richte. Diese strikte Befolgung von Anweisungen gelte gleichermaßen für das Militär. „Das liegt allein beim Secret Service“, betonte er auf Nachfragen.
📌 Geheimdienst der USA – Secret Service Der United States Secret Service wurde im Jahr 1865 ursprünglich als Bundesbehörde zur Bekämpfung von Falschgeld gegründet, bevor er nach der Ermordung von Präsident William McKinley im Jahr 1901 offiziell den Personenschutz übernahm. Heute gehört die Behörde zum Ministerium für innere Sicherheit (Department of Homeland Security) und hat den doppelten Auftrag, sowohl hochrangige Regierungsmitglieder zu schützen als auch Finanz- und Cyberkriminalität zu bekämpfen. Zum ständigen Schutzmandat des Secret Service zählen neben dem amtierenden US-Präsidenten und dessen Familie auch der Vizepräsident, ehemalige Präsidenten sowie ausländische Staats- und Regierungschefs bei Besuchen in den USA. Alle Anwärter für den Schutzdienst müssen ein extrem strenges Auswahlverfahren durchlaufen und eine hochintensive Ausbildung absolvieren, die unter anderem taktisches Fahren, Schießtraining und psychologische Belastungstests umfasst.
Konkrete Gefahr aus dem Iran
Genaue Details zu den Hintergründen der Entscheidung nannte der Politiker nicht. Er habe bei den Verantwortlichen nicht weiter nachgehakt. „Ich nehme an, dass es eine Bedrohung gab“, äußerte sich Trump zu dem Vorfall. Angeblich soll eine konkrete Gefahr vom Iran ausgegangen sein.
Gleichzeitig bemühte sich der Präsident sichtlich, der brisanten Situation keine allzu große Bedeutung beizumessen. „Ich bekomme viele Drohungen“, erklärte er in diesem Zusammenhang. Er fügte hinzu: „Jeder Präsident, der etwas bewirkt, ist mit zahlreichen Drohungen konfrontiert. Präsidenten, die nichts bewirken, bekommen keine Drohungen.“
Trumps heimlicher Wechsel auf dem Rollfeld
Die „Washington Post“ hatte am Montag (10. August) die Details der Aktion enthüllt. Demnach täuschte das Weiße Haus im Juli nach dem Nato-Gipfel den Abflug mit einer Regierungsmaschine aus Ankara lediglich vor. Vor laufenden Kameras stieg der 80-Jährige zunächst in den Jet ein.
Laut dem Zeitungsbericht verließ er das Flugzeug jedoch unbemerkt wieder. Anschließend kletterte er heimlich in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Ein Laster brachte ihn danach unerkannt zu einem kleineren US-Militärflugzeug auf dem Flughafen. Mit dieser Maschine reiste er schließlich weiter nach Großbritannien.
Inszenierte Ankunft in den USA
Nach der Landung der offiziellen Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der gesamte Tross das Flugzeug. Die Begleiter stiegen von der alten, hellblauen Boeing 747 in einen neuen Jet um. Dieses Flugzeug hatte Trump zuvor von Katar als Geschenk erhalten.
Auch der Präsident selbst stieg dort in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte in dem Glauben gelassen werden, dass er die gesamte Strecke in den offiziellen Regierungsmaschinen absolviert hatte. Zurück in den USA verließ er das Flugzeug schließlich wieder vor den Augen der Kameras.
Der Krieg gegen den Iran soll auch innerhalb der US-Streitkräfte für Konflikte sorgen.
