Trump-Lager stirbt aus: MAGA hat ein demographisches Problem

Die MAGA-Bewegung steht vor einer Herausforderung, die sich nicht wegwählen lässt: dem demografischen Wandel. Das renommierte Wirtschaftsmagazin „The Economist“ hat sich die Bevölkerungszahlen der USA genauer angeschaut – mit einem überraschenden Ergebnis für die Republikaner.

Zwar deuten die aktuellen Prognosen für die nächste Volkszählung 2030 zunächst auf einen Vorteil für die Republikaner hin. Bevölkerungswachstum, so hieß es bisher, spiele vor allem den „roten“ Bundesstaaten in die Karten.

📌 Demografischer Wandel in den USA Geburten auf Rekordtief: Zwischen Juli 2023 und Juli 2024 kamen nur 3,6 Millionen Babys zur Welt – 43.000 weniger als im Vorjahr, der niedrigste Wert seit über 40 Jahren. Landesweiter Rückgang: Seit der Finanzkrise 2008 gab es 16 % weniger Geburten – obwohl es 8 % mehr Frauen im gebärfähigen Alter gibt. Weit verbreitetes Phänomen: In über 70 % der Landkreise im Nordosten, Mittleren Westen und Süden der USA sterben mehr Menschen, als geboren werden – selbst im Westen sind es 55 %. Abwanderung als Verstärker: Zwischen 2000 und 2020 verloren ländliche Regionen rund 700.000 mehr Menschen durch Wegzug als durch Zuzug – meist im besten Erwerbsalter.

MAGA-Lager wird immer kleiner

Doch genau das stellt der „The Economist“ jetzt infrage: „Unsere Datenanalyse deutet jedoch darauf hin, dass die demografischen Aussichten für die ‚roten‘ Bundesstaaten schlechter sind als allgemein angenommen.“

Der Grund liegt in einer historischen Trendwende. In traditionell republikanischen Landkreisen sterben inzwischen mehr Menschen, als geboren werden: „Wie eine Grafik zeigt, übersteigt die Zahl der Todesfälle in den traditionell republikanischen Landkreisen nun erstmals seit mindestens 1982 die Zahl der Geburten.“

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Das sind die Ursachen

Die Ursachen sind vielschichtig, wie Studien zeigen: Ländliche Gebiete altern deutlich schneller als Städte. Bereits 2023 waren 21 Prozent der Landbevölkerung über 65 Jahre alt, in Städten nur 17 Prozent. Seit Jahrzehnten ziehen zudem vor allem junge Erwachsene zwischen 15 und 29 Jahren aus ländlichen Regionen weg – zurück bleiben ältere Menschen und immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter.

Auch Trumps eigene Wählerschaft scheint das zu spüren: Laut einer aktuellen PBS/NPR/Marist-Umfrage ist seine Zustimmung bei ländlichen Wählern zuletzt deutlich eingebrochen, von 59 auf nur noch 46 Prozent. Landesweit übersteigen die Todesfälle inzwischen sogar in rund 65 Prozent aller US-Landkreise die Geburtenzahlen – ein Trend, der die politische Landkarte der USA langfristig verschieben könnte.

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